So fängt ein Palindrom an, das ist ein Satz, der vorwärts wie rückwärts gelesen gleich ist. Also: "EIN SEETIER ISS OSSI REITE ES NIE"

Barbara war etwas überrascht, als ich sie auf den Weg nach Helgoland,  querab Hooksiel alarmierte das Einhorn aus dem Wasser zu fischen. Offenbar hatte das Seetier seinen Reiter abgeworfen und war bei ablandigem Wind vom Badestrand kommend in den Jadebusen geschwommen. 

 Doch der Reihe nach... was bisher geschah: In Harlingen hatten wir Anfang Juni an Sven und seine Crew übergeben. Später übernahm Sören das Ruder und Anfang August gingen Barbara und ich in Neuharlingersiel wieder an Bord.

 Wer kein Ziel hat (und dazu noch Zeit), für den ist jeder Weg der richtige. Und so segelten  wir kolossale 4 sm hinüber nach Spiekeroog, eine Insel, die uns immer wieder sehr gut gefällt. 

 Weiter ging es zwei Tage später durch das beprickte Wattfahrwasser nach Wangerooge. Solche Fahrtensind immer wieder besonders reizvoll, besonders wenn man bedenkt, dass dort, wo man gerade segelt, bei Niedrigwasser "Land" ist. Mit 2,4m Tiedenhub und TROLLs 1,4 m Tiefgang bleiben dann immer noch einige Zentimeter und man läuft nicht auf!

Durch das Seegatt "Harle" verlassen wir Wangerooge. Die Tonnen des Fahrwassers liegen natürlich nicht dort wo die papierene Seekarte meint, die ist aber auch schon etwas betagt. Aber auch die Elektronik vermutet die Ansteuerungstonne 2 sm weiter östlich.

 

Das liegt daran, dass sich das Wasser immer wieder neue Wege sucht und die Tonnen dann, bevorzugt im Sommer, verlegt werden. Abends nach grandiosem Segeln in strahlender Sonne und Schauern Marke "Weltuntergang" in Wilhelmshaven angekommen, finden wir im Aushang der Lotsenbruderschaft die Nachricht für Seefahrer, die alles erklärt. GIbt es die Nachrichten auch elektrisch? Ja, bei ELWIS man muss sie nur lesen!

 

Wie liegen im "Nassauhafen" (Nomen est Omen) beim Wilhelmshavener Segler Verein und beobachten einen wunderbaren Regenbogen, während wir verschiedene köstliche Seetiere im Vereinsheim essen. 

 

 WIr waren noch nie in Wilhelmshaven, welches um 1860 am Reißbrett entworfen wurde und eine wechselvolle Geschichte als "Marine-Stadt" hinter sich hat. Davon wird im Deutschen Marinemuseum und  im Küstenmuseum eindrucksvoll berichtet. WIr satteln unsere Klappräder - was man an Bord so alles unterbringen kann- und erkunden die Stadt, die einige sehr hübsche Ecken hat, wie hier an der Kaiser Wilhelm Drehbrücke. 

Nach einem Hafentag lockt uns dier Wind weiter, vorbei an den wenig belebten Jade-Tiefwasserkaianlagen. HIer könnten selbst die größten Containerfrachter und Öltanker anlanden. Was wir nicht wußten: In Kavernen, ausgespülten Salzstöcken, lagert hier der Rohölbedarf der Bundesrepublik für 6 Monate. 

Unser Tagesziel ist Hooksiel. Um 16:00 Schleusen wir in das Binnentief und werden in der Marina freudig in Empfang genommen von

Lothar und Anna deren NOVA nebenan im Sail-Lollipop Regatta Verein liegt. 

 Das nächste Ziel von TROLL heißt Helgoland.