Aufgefischtes und Interessantes

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Beinahe hätte die Stadt die LEEREN Container schon wieder abgeholt, dabei liegt auf dem Gelände noch jede Menge Treibgut vom Winterhochwaser. Aber auch im Verein gilt "social distancing". So sind gemeinschaftliche Arbeit auf dem Gelände noch auf absehbare Zeit unmöglich.

Derweil zeigen die Bäume den ersten grünen Schimmer und auf dem Gelände wurden Zaunkönige gesichtet. Gut, dass das Gelände abgeschlossen ist, und das gute Treibholz nicht weglaufen kann.

So bleibt die neue Saison erst einmal im Homeoffice und auch die Mitglieder warten geduldig zu Hause. Hoffentlich gesund, freuen sie sich auf die kommende Saison. Vorfreude ist angeblich am schönsten. In diesem Sinne erst einmal Frohe Ostern. 

Was macht man, wenn man Nichts zu tun hat? Man beginnt bei Dingen mit der Aufschrift "man sollte mal", z.B. die 1000 Dias aus Walter Büsdorfs Nachlass für das DSV Archiv zu sichten und einen Teil auch zu digitalisieren ...

Und auf einmal waren da Bilder aus den 70-gern und 80-gern, auf denen man sich selbst kaum mehr erkennt, nicht nur wegen der Karnevalsverkleidung, und auf denen viele Personen sind, an die man sich vielleicht noch erinnert. Und dann gab es auch einige sehr schöne Segelaufnahmen von einer Drachenregatta in Frankreich oder der Niederländischen Meisterschaft 1977 in Muiden und Enkhuizen


 

oder von Lasern auf dem Rhein

Also einfach mal reinschauen. Man hat ja sonst nichts zu tun... oder in eigenen alten Alben blättern und Fotos für die Flaschenpost raussuchen.

 

100 Jahre DSV

Am Samstag den 14.03.2020 fand der Jubiläumsempfang statt. Noch am Tag davor liefen die Telefone heiß ob angesichts der sich abzeichnenden Corona-Pandemie und der Ansprache der Kanzlerin die Veranstaltung nicht abgesagt werden müsse. Der Vorstandes orientierte sich an den seinerzeit geltenden, offiziellen Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und sagte die Veranstaltung nicht ab. Letztlich konnte es nur die Entscheidung jedes einzelnen Mitglieds sein, ob es sich zu einer Risikogruppe zählte oder wegen Symptomen auf die Teilnahme verzichtete. Der Vorstand hat  für diese sehr persönliche Abwägung natürlich vollstes Verständnis. Von fast 100 angemeldeten Teiilnehmern kamen etwa die Hälfte und wurden vorsorglich, namentlich in einer Liste erfasst. Auch besondere Hygiene-Maßnahmen wurden getroffen und die Thekencrew entsprechend instruiert. Plakate mit Hygieneregeln und der Aufforderung "No-Hands" waren ausgehängt, eine klare Verhaltensregel, an die sie auch alle Gäste sehr disziplinirt hielten, auch wenn dies damals noch ungewohnt war.

Für alle die zu Hause Langeweile haben und deren Stimmung ein wenig Aufmunterung braucht hier ein Video. Wer seriöse Informationen benötigt hier ein werktäglicher Podcast des NDR mit Christian Droste, Virologe der Charité oder vom Robert Koch Institut.

Beitrag von Dominik Schneider in der Rheinischen Post am 16. März 2020

Der Düsseldorfer Segler-Verein nutzt seit 100 Jahren seinen Hafen bei Stromkilometer 735,1.

Gründungsmitglieder sind nicht mehr dabei, aber der Tradition ist der Düsseldorfer Segler-Verein (DSV) treu geblieben. Vor 100 Jahren wurde er von wassersportbegeisterten Düsseldorfern im Stadtteil Volmerswerth gegründet, damals unter dem Namen „Volmerswerther Wassersport-Vereinigung“. Die Gründung war ein Ausdruck des wieder erwachenden bürgerlichen Lebens nach Ende des Ersten Weltkriegs. Die Gründungsmitglieder bauten den Hafen, die Stege und das Vereinsheim zum Teil eigenhändig auf, die Anlagen werden noch heute vom Verein genutzt.


Bereits vor 100 Jahren wurde in Vollmerswerth gesegelt. Foto; dsv

Wie einst bringt jeder etwas in den Verein ein, man hilft sich gegenseitig mit Fachwissen und handwerklichem Geschick. Trotzdem versteht sich der Segler-Verein als eine Gruppe von Individualisten, die in
ihren Crews eigenständig aufs Wasser gehen oder an Regatten teilnehmen können. Ergänzend gibt es das Vereinsleben mit eigenenVeranstaltungen rund um den Wassersport.

Besonders ist die jährliche Verleihung des Agnes-Pauli-Preises an Vereinsmitglieder für besondere Touren - weit oder spektakulär müssen sie sein, in fremde Gewässer führen oder mit einem besonderen Boot stattfinden. Wer so eine Reise unternimmt und davon bei einem Vortrag oder in derVereinszeitschrift „Flaschenpost“ berichtet, kann die begehrte Wanderauszeichnung gewinnen. Benannt ist sie nach einer Wassersportlerin der ersten Stunde,
Agnes Pauli aus Düsseldorf, die sich damals als eine der ersten Frauen einen Namen als Seglerin machen konnte und dafür von vielen Männer belächelt wurde.

Zur Feier ihres 100. Bestehens erinnern die DSV-Mitglieder in der ruhigen I-lafenanlage im rechtsrheinischen Düsseldorf bei Stromkilometer 735,1 an die vergangenen 100 Jahre. Die Mitglieder richten aber auch den Blick nach vorn, auf viele weitere Reisen, die sie weltweit in Flüsse und auf Meere führen werden.
(dSCH)