Aufgefischtes und Interessantes

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Dienstag, 09.08.2016, Hafentag 


Wir haben den heutigen Hafentag genutzt, um zu tanken und unsere Vorräte aufzufüllen. Anschließend sind wir mit den Fahrrädern in den Fischerhafen geradelt, um dort eines der leckeren Backfischbrötchen zu essen. 

Als Lothar seine Jacke auf den freien Stuhl neben sich legte, fand er unterm Stuhl eine Damengeldbörse. Diese enthielt neben Bargeld den Führerschein, Personalausweis und Bankkarten. Wir entschieden uns, das Portemonnaie zur Polizei zu bringen. Lothar ließ sich mittels Smartphone den Weg zur nächsten Polizeiwache weisen, wo wir das Fundstück abgaben. 

Dann setzten wir unsere Fahrradtour fort und fuhren bis ans Ende der schönen Strandpromenade. Mittlerweile wieder hungrig, radelten wir zurück zur Marina, wo wir uns auf die leckere Fischsuppe in unserem Stammlokal freuten.    

Freitag, 05.08.2016, heiter bis wolkig, Wind SW 4 bft 

Um 11:30 Uhr haben wir den zweiten Versuch gestartet und in Großenbrode abgelegt. Noch im Vorhafenbecken haben wir beide Segel gesetzt. Unser Ziel Rostock haben wir aufgegeben und steuern heute Grömitz an.   

 

Wind und Wetter waren uns heute wohlgesonnen und so segelten wir mit vier bis fünf Knoten. Ab und an zogen dunkle Wolken über uns hinweg, die uns aber unbehelligt ließen. Kurz vor Grömitz bargen wir die Segel und legten um 15:30 Uhr in einer schönen Box an. Das Wochenende wollen wir hier verbringen.

Südlich von Smögen liegen die großen Inseln Orust und Tjörn und diesen vorgelagert eine Unzahl kleiner und kleinster Schären mit geschützten Buchten und Durchfahrten. Dort finden sich kleine Fischerorte, wie Gullholmen, Mollösund, Kirkesund, bevor man nach Marstrand, dem Seglermekka, gelangt. In Marstrand liegt die Grenze zwischen Skagerak und dem Kattegat. 

 

Wir laufen Gullholmen an.

Sonntag, 31.07.2016, Regen, Wind West 3 bft   

Um 7:55 Uhr haben wir in Cuxhaven abgelegt. Heute war die Elbe glatt, aber es regnete unentwegt und es war diesig. Aber wir hatten Glück. Als wir die Schleuse Brunsbüttel um 10:20 Uhr erreichten, konnten wir direkt einfahren. 20 Minuten später waren wir dann im Nord-Ostseekanal. Hier war das Wetter auch schlagartig besser, kein Regen mehr und später ließ sich auch die Sonne blicken.

Unsere Lieblingsmarina in Rendsburg, die wir um 17:45 Uhr erreichten,  hatte auch noch eine schöne Box frei und im Riverside haben wir köstlich zu Abend gegessen.

Vor 43 Jahren haben Barbara und ich mit Freunden in Strömstad unsere erste gemeinsame Seereise begonnen. Also ist unser Kurs nach Süden auch etwas ein Kurs in die Erinnerung.

Halt! Soo alt sind wir nun doch noch nicht: Das ist Smögen um 1880, als die erste regelmäßige Schiffsverbindung mit Göteborg den Betrieb aufnahm.

Doch der Reihe nach...

Es ist wieder soweit, wir lassen euch teilhaben an unseren kleinen/großen Abenteuern  unseres Törns. Von vielen werde ich gefragt "gibt es auch wieder deine Flaschenpost?". Ich verspreche dann wieder meine Berichte zu schicken und frage mich aber: "was soll ich schreiben, gibt es auch in diesem Urlaub wieder was Nettes zu berichten?"

Nun, die alte Weisheit, die da sagt "wer eine Reise tut, der kann was erzählen" hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. So fing  das denn auch schon vor Antritt unserer Reise an.

Wir nutzen die Wetterapp von YR (Norweger sprechen dies Üührrrr aus) obwohl ein norwegischer Segler meinte, dass sich dieser Wetterdienst oft irre und kein Verlas darauf sei: "Don't believe them"! Ob die App deswegen so heißt? Ist aber auch schwer bei dem wechselhaften Wetter an dieser Küste. 

Mit dem von YR angesagten achterlichen Wind und Sonne segeln wir weiter. Gegen Abend hat YR Regen angesagt, der auch pünktlich bei der Einsteuerung nach Risör durch das enge Stangholmengapet einsetzt. So machen wir spontan hinter dem Leuchtturm Stangholmen Feierabend. 

 

RIsør ist nicht nur die Stadt der weißen Holzhäuser mit hölzerner Kirche von 1647,

Kristiansand ist die größte Stadt an der Südküste und 8-größte Stadt Norwegens. Gegründet im Jahr 1641 durch den dänisch-norwegischen König Christian IV, auf einer ebenen, sandigen Landzunge an der Mündung des Otra. Bemerkenswert ist der Stadtkern mit seiner quadratischen Anordnung der Straßen, der daher den Namen Kvadraturen trägt. Neben modernen Gebäuden sind auch noch alte Holzhäuser im Renaissancestil erhalten. Dem Stadtkern mit Hotels und allen denkbaren Geschäften vorgelagert ist die Insel Odderøya und an der Engstelle hinter einer festen, niedrigen Brücke gibt es Restaurants in den Holzhäusern von Fiskebrygga. HIer essen wir in netter Atmosphäre zu Abend. 

Auf Odderøya haben die Deutsche in 'großer Zeit' aus viel Beton eine Marinebasis (heute Kanonenmuseum) errichtet, um von dort das Skagerrak zu kontrollieren. Beton, es kommt drauf an, was man draus macht.

Östlich von Kristiansand  bis Lillesand ist wohl das schönste Stück des Schärengartens, die Blindleia, ein Fahrwasser mit malerischen Häusern und engsten Durchfahrten.